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Starke Schmerzen, häufiger Harndrang oder ein brennendes Gefühl – eine Prostatitis kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Erfahren Sie, welche Formen es gibt und was wirklich hilft.
Die Prostataentzündung wird international nach NIH in vier Kategorien eingeteilt. Diese Unterscheidung ist wichtig für die richtige Therapie.
Symptome: Plötzliches, hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen im Unterleib/Damm, Brennen beim Wasserlassen, ausgeprägtes Krankheitsgefühl.
⚠️ Notfall: Erfordert sofortige ärztliche Behandlung und Antibiotika!
Symptome: Wiederkehrende Beschwerden über mehr als 3 Monate, ähnlich wie Typ I, aber weniger akut. Wiederholte Harnwegsinfekte möglich.
Bakteriennachweis in Prostatasekret oder Sperma ist Voraussetzung für die Diagnose.
Symptome: Anhaltende Schmerzen im Beckenboden, Damm- oder Genitalbereich seit mehr als 3 Monaten –ohne nachweisbare Bakterien.
Entzündungszellen im Prostatasekret/Urin
Keine Entzündungszeichen nachweisbar
💡 Häufigste Form: Betrifft etwa 90% aller Prostatitis-Fälle.
Symptome: Keine – wird nur zufällig entdeckt (z.B. bei Spermiogramm oder Prostatabiopsie). Meist keine Behandlung erforderlich, außer bei Kinderwunsch.
Die Diagnose einer Prostatitis erfordert verschiedene Untersuchungen:
Symptomverlauf, Dauer, vorherige Infekte, Schmerzlokalisation
Beurteilung von Größe, Schmerzhaftigkeit, Konsistenz der Prostata
Nachweis oder Ausschluss bakterieller Erreger
Bei chronischen Formen zur genaueren Differenzierung
Bei unklaren Befunden oder zum Ausschluss anderer Ursachen
Hinweis: Ein erhöhter PSA-Wert kann auch durch eine Entzündung bedingt sein. Kontrolle nach Abheilung empfohlen.
🔗 Ausführliche Therapie-Übersicht: Antibiotika, multimodale Schmerztherapie und CPPS-Management im Detail auf unserer Prostatitis-Therapie-Seite →
Bei der akuten Form wird oft intravenös begonnen, dann oral weiterbehandelt.
Die Therapie ist oft langwierig und erfordert einen multimodalen Ansatz:
In der Regel keine Behandlung erforderlich. Eine Therapie wird nur bei Kinderwunsch oder unklaren PSA-Erhöhungen erwogen.

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Medizinische Referenzen
Quellen: Aktuelle Leitlinien & peer-reviewed Studien · Keine Werbe-Inhalte