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Der PSA-Test kann Leben retten – aber er hat auch Grenzen. Hier erfahren Sie, was der Test misst, wann er sinnvoll ist und warum eine individuelle Entscheidung wichtig ist.
PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen. Es ist ein Eiweiß, das ausschließlich von der Prostata gebildet wird. Seine Aufgabe ist es, das Sperma zu verflüssigen. Da gesunde Prostatazellen nur wenig PSA ins Blut abgeben, ist ein niedriger Wert im Blut normal.
💡 Wichtig zu wissen: Der PSA-Wert ist ein organspezifischer, kein krebsspezifischer Marker. Das bedeutet: Ein erhöhter Wert zeigt an, dass mit der Prostata etwas nicht stimmt – aber nicht zwingend, dass es Krebs ist.
Neben Prostatakrebs gibt es viele harmlose Ursachen für erhöhte PSA-Werte:
Mehr Prostatagewebe = mehr PSA-Produktion
Entzündete Zellen setzen mehr PSA frei
Z.B. langes Radfahren – mind. 24-48h Karenz vor PSA-Test empfohlen
Können den Wert vorübergehend erhöhen
Mehr dazu: Was bedeutet ein erhöhter PSA-Wert? →
Der PSA-Test kann Leben retten, indem er aggressive Tumore früh erkennt. Er kann aber auch zu sogenannten „Überdiagnosen" führen.
Das bedeutet: Man findet kleine, harmlose Tumore, die dem Mann nie geschadet hätten, aber deren Behandlung (OP/Bestrahlung) Nebenwirkungen wie Inkontinenz oder Impotenz verursachen kann.
Daher empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie keine pauschale Massenuntersuchung, sondern eine individuelle Entscheidung nach ärztlicher Aufklärung(partizipative Entscheidungsfindung).
Die Fachgesellschaften empfehlen den Einstieg in die Früherkennung:
💡 Risikoadaptierte Intervalle (nach aktueller Leitlinie & PROBASE-Studie):
Ob ein PSA-Test für Sie sinnvoll ist, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt besprechen. Lassen Sie sich die Vor- und Nachteile erklären und treffen Sie eine informierte Entscheidung.
Die höchste Aussagekraft hat die Kombination aus PSA-Test undTastuntersuchung (DRU).

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Medizinische Referenzen
Quellen: Aktuelle Leitlinien & peer-reviewed Studien · Keine Werbe-Inhalte