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Ungewollter Urinverlust ist häufiger als gedacht – und kein Grund zur Scham. Mit dem PAD-Test können Sie den Schweregrad objektiv messen.
Harninkontinenz bezeichnet den unwillkürlichen, unkontrollierten Verlust von Urin. Bei Männern tritt sie häufig im Zusammenhang mit der Prostata auf.
Wichtig: Inkontinenz ist behandelbar. Je früher Sie handeln, desto besser sind die Ergebnisse.
Urinverlust bei körperlicher Anstrengung – Husten, Niesen, Heben oder Sport. Häufig nach Prostata-Operationen.
Ursache: Schwacher Schließmuskel
Plötzlicher, starker Harndrang mit unwillkürlichem Urinverlust. Man schafft es nicht mehr rechtzeitig zur Toilette.
Ursache: Überaktive Blase
Ständiges Tröpfeln, weil die Blase nie vollständig entleert wird. Typisch bei vergrößerter Prostata.
Ursache: Blasenentleerungsstörung
Die vergrößerte Prostata drückt auf die Blase und Harnröhre. Führt zu Überlauf- und Dranginkontinenz.
Nach radikaler Prostatektomie kann der Schließmuskel vorübergehend geschwächt sein. Meist bessert sich dies innerhalb von 6-12 Monaten.
Eine Prostatitis kann die Blase reizen und zu Dranginkontinenz führen.
Diabetes, Parkinson oder Schlaganfall können die Blasensteuerung beeinträchtigen.
Der PAD-Test ist ein standardisiertes Verfahren, um den Schweregrad einer Inkontinenz objektiv zu messen. Dauer: ca. 1 Stunde.
Trinken Sie 500 ml Wasser innerhalb von 15 Minuten. Bleiben Sie dabei möglichst sitzen.
Gehen Sie 30 Minuten spazieren und steigen Sie dabei Treppen.
Einlage abnehmen und erneut wiegen. Die Differenz entspricht dem Urinverlust pro Stunde.
| Grad | Urinverlust |
|---|---|
| Grad I | < 2 g/h |
| Grad II | 2 – 10 g/h |
| Grad III | 10 – 50 g/h |
| Grad IV | > 50 g/h |
| Bezeichnung | Urinverlust |
|---|---|
| Sporadisch | bis 10 ml/h |
| Belastend | bis 25 ml/h |
| Schwer | bis 50 ml/h |
| Absolut | > 50 ml/h |
Geben Sie das Gewicht der Inkontinenz-Einlage (Pad) vor und nach dem Test ein, um den Schweregrad zu ermitteln.
Gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur. Oft schon nach wenigen Wochen spürbare Besserung.
Anticholinergika bei Dranginkontinenz. Alpha-Blocker bei Prostatavergrößerung.
Elektrische Stimulation zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur.
Künstlicher Schließmuskel oder Schlingen-OP bei schweren Fällen.
Inkontinenz ist behandelbar – aber nur, wenn Sie aktiv werden. Suchen Sie einen Urologen auf, wenn:
Inkontinenz ist oft nur ein Symptom eines größeren Problems. Unser Selbsttest hilft Ihnen, die Ursache einzuordnen.
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Medizinische Referenzen
Quellen: Aktuelle Leitlinien & peer-reviewed Studien · Keine Werbe-Inhalte