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Mehr als nur ein Problem im Bett – Erektile Dysfunktion kann ein Frühwarnsignal für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein.
ED tritt häufig 3-5 Jahre vor einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auf. Die Penisarterien sind kleiner als die Herzkranzgefäße – Gefäßschäden zeigen sich dort früher. Eine ärztliche Abklärung ist daher immer sinnvoll.
Von einer Erektilen Dysfunktion (ED) spricht man, wenn es über mindestens 6 Monate in mehr als 70% der Fälle nicht gelingt, eine für befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.
Ca. 20-30% aller Männer über 40 Jahre sind betroffen. Die Häufigkeit steigt mit dem Alter.
In ca. 80% der Fälle liegen organische Ursachen vor, oft in Kombination mit psychischen Faktoren.
Die häufigste Ursache! Arteriosklerose schädigt die feinen Blutgefäße des Penis oft Jahre vor den größeren Herzkranzgefäßen.
Besonders bei jüngeren Männern und bei plötzlichem Beginn:
Männer mit LUTS (untere Harnwegssymptome) haben ein erhöhtes Risiko für ED. Die Ursachen sind gemeinsam:
Einige Medikamente zur BPH-Behandlung können die Sexualfunktion beeinflussen:
Nach radikaler Prostatektomie ist ED häufig – die Erholung dauert:
Chronisches Beckenschmerzsyndrom (CP/CPPS) ist mit sexuellen Funktionsstörungen assoziiert:
IIEF-5 (International Index of Erectile Function), Sexualanamnese, Medikamentencheck, Partneranamnese
Genitalien, Hoden, Penis (Plaques?), Prostata (DRU), sekundäre Geschlechtsmerkmale
Nüchternglukose, HbA1c, Lipidprofil, Testosteron (morgens!), ggf. TSH, Prolaktin
Princeton-Konsensus-Risikostratifizierung: Niedrig, mittel oder hoch? Bestimmt weiteres Vorgehen und Therapiesicherheit.
Penile Duplex-Sonographie (Gefäßstatus), NPT (nächtliche Tumeszenz), Schwellkörper-Injektionstest
Die Therapie richtet sich nach Ursache, Schweregrad und individuellen Wünschen. Oft ist ein stufenweises Vorgehen sinnvoll:
First-Line-Therapie mit hoher Wirksamkeit (60-70% Erfolg):
Bei Bedarf, 1h vorher
Langwirkend, auch täglich 5mg
Ähnlich Sildenafil
Schnellster Wirkungseintritt
⛔ Kontraindikation: Nitrate (z.B. Nitrolingual, ISDN)! Lebensgefährlicher Blutdruckabfall möglich.
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit, aber ED ist keine unvermeidliche Alterserscheinung. Oft liegen behandelbare Ursachen zugrunde. Etwa 50% der 40- bis 70-jährigen Männer berichten über gewisse Einschränkungen der Erektionsfähigkeit.
Ja, einige Alpha-Blocker können retrograde Ejakulationen verursachen, und 5-Alpha-Reduktase-Hemmer (Finasterid, Dutasterid) sind mit einem erhöhten Risiko für ED und verminderte Libido assoziiert. Sprechen Sie mit Ihrem Urologen über Alternativen.
Die Penisarterien sind kleiner als die Herzkranzgefäße. Gefäßschäden zeigen sich dort oft 3-5 Jahre früher. ED kann daher ein Frühwarnzeichen für Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Das Princeton-Konsensus empfiehlt eine kardiovaskuläre Risikobeurteilung.
Bei korrekter Anwendung und Ausschluss von Kontraindikationen (insbesondere Nitrate!) sind sie gut verträglich. Wichtig: Kein Kauf im Internet ohne Rezept. Ihr Arzt prüft, ob die Medikamente für Sie sicher sind.

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